Spende oder Sponsoring: der Unterschied einfach erklärt
Eine Spende geben Sie ohne Gegenleistung. Beim Sponsoring erhalten Sie eine Gegenleistung, meist Sichtbarkeit für Ihr Unternehmen. Daraus ergeben sich unterschiedliche steuerliche Folgen, die wir hier verständlich erklären.
Was ist eine Spende?
Steuerlich spricht man nicht von Spende, sondern von Zuwendung. Eine Zuwendung ist freiwillig, unentgeltlich und dient einem steuerbegünstigten Zweck. Entscheidend ist, dass der Zuwendende endgültig wirtschaftlich belastet wird, die Spende also nicht in sein Vermögen zurückfließt.
- Geldspende: finanzielle Zuwendung an eine gemeinnützige Organisation
- Sachspende: Zuwendung in Form von Gütern oder Gegenständen
- Aufwandsspende: Verzicht auf die Erstattung von Auslagen
- Rückspende: Verzicht auf ein Honorar oder Entgelt
Was ist Sponsoring?
Laut Bundesministerium der Finanzen ist Sponsoring die Gewährung von Geld oder geldwerten Vorteilen durch Unternehmen zur Förderung von Personen, Gruppen oder Organisationen, etwa in Sport, Kultur, Wissenschaft, Soziales oder Ökologie.
Anders als die Spende verfolgt Sponsoring auch eigene Ziele des Unternehmens, also Werbung oder Öffentlichkeitsarbeit. Es beruht meist auf einem Vertrag mit Leistung und Gegenleistung. Für das Unternehmen sind die Aufwendungen als Betriebsausgaben abziehbar (Paragraf 4 Absatz 4 EStG).
Der Unterschied auf einen Blick
Entscheidend ist die Intensität der Gegenleistung. Sie reicht vom passiven Danke bis zur aktiven Werbung.
Passives Danke
Asset management
Economic business operations
Passive sponsoring
Beim passiven Sponsoring darf ein Sponsor Namen und Logo der Stiftung für seine Werbung nutzen und auf seine Unterstützung hinweisen. Die Stiftung duldet das nur, sie wirbt nicht aktiv. Eine Verlinkung von der Stiftungswebsite auf den Sponsor ist dabei nicht erlaubt.
Active sponsoring
Beim aktiven Sponsoring wirbt die Stiftung aktiv für den Sponsor, hebt ihn hervor, verlinkt auf seine Website oder lässt Werbeanzeigen zu.
Steuerlich: Das gilt als wirtschaftlicher Geschäftsbetrieb, ist ertragsteuerpflichtig, und es fallen 19 Prozent Umsatzsteuer an.
Social Sponsoring
Social Sponsoring ist eine Mischung aus Sponsoring und Spende, bei der Leistung und Gegenleistung in einem Missverhältnis stehen. Sauber löst man das über eine vertragliche Aufteilung in einen Spenden- und einen Sponsoringanteil.
Ist Sponsoring steuerlich absetzbar?
Für das sponsernde Unternehmen sind die Ausgaben in der Regel als Betriebsausgaben abziehbar. Für die Stiftung hängt die Behandlung davon ab, ob es passives oder aktives Sponsoring ist.
Conclusion
Sponsoring bietet Vorteile für beide Seiten, braucht aber saubere Planung: die Einzelheiten und den Zeitraum festlegen und alles vertraglich fixieren. Die Kernfrage für Ihr Unternehmen lautet: Genügt passives Sponsoring, oder soll es aktives Sponsoring sein?
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Spende und Sponsoring?
Eine Spende geben Sie ohne Gegenleistung und setzen sie mit einer Zuwendungsbescheinigung ab. Beim Sponsoring erhalten Sie eine Gegenleistung, meist Sichtbarkeit, und es wird steuerlich anders behandelt.
Ist Sponsoring steuerlich absetzbar?
Für Ihr Unternehmen sind Sponsoringausgaben in der Regel als Betriebsausgabe abziehbar. Die Einzelheiten hängen von der Ausgestaltung ab.
Was bedeutet passives und aktives Sponsoring?
Passiv heißt, die Stiftung duldet nur die Nennung, ohne aktiv zu werben. Aktiv heißt, die Stiftung wirbt aktiv für den Sponsor. Beides wird steuerlich unterschiedlich behandelt.